Wett-Tagebuch #1v2

Seriöses Investieren in Sportwetten ist eine Profession, die einen schwierigen Lernprozess voraussetzt. Würde das Setzen von Wetten sich nur auf theoretisches Wissen gründen, das man sich anlesen könnte und dann nur anzuwenden hätte, so wäre dem Anfänger wohl mit einer Liste guter Bücher und einigen Webseiten geholfen. Er könnte sich dann, sofern er denn über ein gewisses Mindestmaß an Intelligenz verfügt, das erforderliche Wissen vergleichsweise leicht eigenständig aneignen. Sportwetten stellt aber eine anspruchsvolle professionelle Kompetenz dar – es gründet sich nicht nur auf Fachwissen, sondern besteht auch wesentlich in einem Können.

So mancher Anfänger glaubt, um beim Buchmacher Geld verdienen zu können, müsse lediglich eine erfolgreiche Strategie entwickelt werden. Was sich in der Theorie jedoch einfach anhört, wird praktisch zu einer der größten Herausforderungen, denen man sich stellen kann. Das Kernproblem liegt nicht unbedingt darin, eine erfolgreiche Taktik zu entwickeln, sondern eine, der Du selbst auch diszipliniert folgen kannst. Ein Anfänger ist schon per Definition jemand, der Dinge falsch oder nur halb richtig macht. Der Anfänger macht viele Fehler und seine Erfolge sind häufig nur Glückstreffer.

Nun ist es im Bereich Sportwetten leider die Regel, daß der Beginner nicht von einem persönlichen Lehrer an die Hand genommen wird, sondern auf sich selbst gestellt ist. Dies stellt den angehenden Spieler vor ein grundsätzliches und gewichtiges Problem: Er muß seine Aus- und Weiterbildung weitestgehend selbst organisieren. Wer Spieler in einem professionellen Sinne werden will, muß also ein Verständnis davon haben, wie er dies werden kann. Dazu gehört nicht nur, zu wissen, was man erlernen sollte, sondern auch wie und auf welche Weise.

Jeder Spieler ist anders, hat andere Stärken und Schwächen und aus diesem Grund muß jeder Spieler auch seine ganz individuelle Strategie entwickeln, bei der er seine Stärken und Schwächen optimal einsetzen kann, sich selbst und seine eigene Entwicklung analysiert, beurteilt, kritisiert und in die richtige Richtung lenkt. Ein wichtiges Hilfsmittel auf dem Weg zum erfolgreichen Spieler ist dabei das Aufzeichnen der Wetten und persönliche Notizen. Gemeint ist damit das schriftliche Festhalten aller für das eigene Handeln und für die Entwicklung zum Spieler relevanten Beobachtungen, Überlegungen, Handlungen und Erfahrungen. Wobei nicht unbedingt die Quantität, sondern die Qualität entscheidet.

Wird man zu häufig von seinen Emotionen beim Wetten zu Aktionen verleitet, die vom eigentlichen Plan abweichen, dann muß daran gearbeitet werden. Ähnliche Schlußfolgerungen ergeben sich auch beim Abgleich anderer Wett- Details, falls bestimmte Gesetzmäßigkeiten auffällig sind. Doch um die Muster überhaupt erkennen zu können, brauchst Du eben Aufzeichnungen. Optimalerweise die aus Deinem Wett-Tagebuch, Journal oder Plan.

Mit Hilfe eines Wett-Tagebuch wird versucht, daß Handeln gezielt voranzutreiben. Vor diesem Hintergrund stellt sich natürlich die Frage, wie so ein Tagebuch auszusehen hat und was alles in ein solches gehört. Die Antwort ist wie so oft, eindeutig mehrdeutig. Natürlich scheint es auf den ersten Blick sinnvoll, so viele Informationen wie möglich im Tagebuch aufzunehmen, denn so kann später eine umfassende Analyse und darauf aufbauende Optimierung betrieben werden. Mit zunehmender Quantität steigt jedoch auch der Arbeitsaufwand und die Übersichtlichkeit leidet, so daß das Führen eines Wett-Tagebuch schnell zur Qual wird. Die Gefahr ist an diesem Punkt entsprechend groß, ganz auf diese unliebsame Arbeit zu verzichten. Ohne dem Aufzeichnen seiner Wetten und anderer Infos beraubt sich der Spieler jedoch eines wichtigen Instruments, um sein Handeln reflektieren zu können und auf Basis dessen Optimierungen vorzunehmen. Du kannst aus Deinen Erfahrungen nur lernen, wenn Du möglichst alle relevanten Details zu einer Wette in Deinem Journal oder Plan niederschreibst.

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